Sechs Jahre habe ich jetzt lange Haare getragen und dies hat mir wahrscheinlich das Leben nicht vereinfacht. Viele Vorurteile, Anfeindungen, unzählige Polizeikontrollen und das Gefühl, dass man nicht ernst genommen wird habe ich ertragen, nur weil ich zu faul war zum Frisör zu gehen. (Hi hi…) Jetzt war es soweit, ich habe mir meine Haare abschneiden lassen. Liebe Oma, ich hoffe du magst mich immer noch, auch wenn du meine Haare so sehr geliebt hast. Mein Kopf ist mir die letzten Tage bei dieser Hitze fast geplatzt. Schwitzend unter dem Helm, hat es quasi keinen Luftzug durch mein Filz gegeben. Ich hatte zwei-, dreimal das Gefühl, dass ich vor Wärme umkippe. Das warme Wasser aus meiner Trinkflasche brachte auch keine Abkühlung. Aufgrund der nächsten zwei Monate durch heiße bis sehr heiße Gebiete musste ich etwas unternehmen. Ich bin erleichtert und kann hoffentlich die nächsten Tage entspannter angehen. Lang lebe der Rebell! ! Heute haben wir uns Astrachan angeschaut und wir sind sehr überrascht. Diese Stadt befindet sich im Umbruch. Man hat hier die neuen großen Hochhäuser der letzten Jahre, aber auch die alten Gassen der letzten 100-400 Jahre. Diese Stadt bietet viel. Wir haben uns richtig verliebt. Wir sind fast fünf Stunden durch die Stadt gelaufen und haben einen ersten Eindruck bekommen. Mal schauen ob wir noch einen Reiseführer auftreiben können, um diese Stadt noch tiefer kennen zu lernen. Ich bin sehr gespannt.
Donnerstag, der 11.06.2009, Astrachan (Pausentag): Der Rebell ist tot!
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